Infrastrukturanlagen im Eisenbahnbereich zeichnen sich durch eine sehr
hohe Lebensdauer aus. Bei einer Nutzung im auslegungsgerechten Betrieb und
entsprechender Instandhaltung können die Anlagen grundsätzlich viele Jahrzehnte
eingesetzt werden. Jedoch verändern sich verschiedene nutzungsrelevante Parameter
gegenüber den Auslegungs- und Baustandards zum Errichtungszeitraum. Dies betrifft
sowohl veränderte Betriebsprofile, als auch veränderte Umweltbedingungen,
resultierend aus dem Klimawandel. Der positiv bewerteten Zunahme des
Eisenbahnverkehrs und den veränderten Umgebungsbedingungen muss auch durch eine
belast- und beanspruchbare Infrastruktur Rechnung getragen werden. Die Zunahme des
Schienenverkehrs und der Einfluss des sich verändernden Klimas bilden dabei zentrale
Rollen bei der Erreichung der dimensionierten Bauwerkslebensdauer und der
Vermeidung von Verschleiß. Eine kontinuierliche Erfassung, Übertragung und
Bearbeitung umfangreicher Datenbestände war bis vor wenigen Jahren technisch nicht
möglich und ist im Anwendungsbereich von Eisenbahnbrücken gegenwärtig nicht
flächendeckend verfügbar. Mit diesem Projekt sollen Messdaten an drei relevanten
Eisenbahnbrücken erhoben werden. Von Bedeutung sind hierbei Bauwerke mit häufig
vorkommender Bauweise. Diese Daten bilden eine Grundlage für Untersuchungen zum
langfristigen Tragverhalten sowie zu Betriebs- und Umwelteinflüssen an
Ingenieurbauwerken. Die Daten dienen damit der Sicherstellung der zum Bauzeitpunkt
prognostizierten Lebensdauer und der nachhaltigen Nutzung von Ingenieurbauwerken
über eine dimensionierte Lebensdauer hinaus, beispielsweise durch eine
Weiterentwicklung zur digitalisierten Zustandsüberwachung. Aufgrund der zahlreichen
sich im Betrieb befindlichen Eisenbahnbrücken ergibt sich aus einer Sicherstellung und
Erhöhung der Brückenlebensdauern ein wichtiger Beitrag zur Klimawandelanpassung
und zum Klimaschutz. Aus den bauwerkstechnischen Daten sollen auch Erkenntnisse
aus der dynamischen Interaktion zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur sowie zum
zeitabhängigen Trag- und Ermüdungsverhalten gewonnen werden. Damit lassen sich
sowohl neue Auslegungsmethoden für Brücken entwickeln als auch bestehende
Methoden validieren. In dem Projekt soll mittels mehrerer Messstellen eine langfristige
Datengrundlage von Eisenbahnbrücken mit Berücksichtigung von verkehrlicher
Nutzung und Umwelteinflüssen entstehen. Die Schaffung dieser übergreifenden
Datengrundlage ist neuartig. Die Messstellen sollen mit umfangreicher Sensorik
ausgestattet sein und mittels Datenfernübertragung nahezu synchron lokal unabhängig
von den Messstationen genutzt werden können. Neben der Datenerhebung an den
Messstellen bilden Datenübertragung, Aufbereitung und automatisierte Auswertung
weitere Schwerpunkte. Alle Messstellen sollen sich im Bereich des Offenen Digitalen
Testfelds des DZSF, zwischen Halle (Saale), Cottbus und Niesky bzw. deren näherem
Umfeld befinden.
Nachtrag zum DZSF Forschungsprojekt "Messstationen an Ingenieurbauwerken im Offenen Digitalen Testfeld" für folgende Leistung: Verlängerung des Betriebs der eingerichteten Messstationen um 18 Monate. Dies umfasst u. a. die Wartung sowie das Störungsmanagement der Anlagen an den Bauwerken und die Betreuung der Software-Architektur der Messstationen.
Der Preis der Änderung beträgt 14,6 % und damit weniger als 50 Prozent des Wertes des ursprünglichen Auftrags.
| Ilmoitusnumero | 564408-2026 |
|---|---|
| Ilmoitusta kuvaavat CPV-Koodit | |
| EUVL S | 156/2026 |
| Ilmoitustyyppi | Lisätietoilmoitus |
| Aluekoodi | |
| Osoitetiedot |
Eisenbahn-Bundesamt Bonn vergabestelle@eba.bund.de https://ted.europa.eu/de/notice/-/detail/564408-2026 |
| Osoite, johon tarjoukset tai osallistumispyynnöt on lähetettävä | |
| Liitteet | |
| Lähde | TED |